Polymele und sein kleiner Mond: Wie eine Okkultation einen etwa 5 km großen Satelliten enthüllte
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Planet
Mars (499) ist der vierte Planet von der Sonne: eine felsige, kalte, staubige Wüstenwelt mit sehr dünner Atmosphäre, Jahreszeiten, Polkappen, erloschenen Vulkanen, Canyons und Wetter.
Mars, dessen offizielle Kennung in den bereitgestellten JPL-Horizons-Daten 499 lautet, wird in den vorliegenden Informationen als Planet klassifiziert und ist der vierte Planet von der Sonne. Die NASA beschreibt ihn als kalte, staubige Wüstenwelt mit einer sehr dünnen Atmosphäre. Die ESA bezeichnet ihn zusätzlich als felsigen Planeten. Diese Angaben kennzeichnen seine allgemeine Natur, ohne die Untersuchung einzelner Regionen zu ersetzen: Zur Marsoberfläche gehören Krater, Wüsten, Täler und Vulkane; außerdem besitzt der Planet Canyons, Polkappen, Jahreszeiten und Wetter.
Die JPL-Revision vom 2. Juni 2025 nennt einen volumengemittelten Radius von 3389,92 ± 0,04 km, einen Äquatorradius von 3396,19 km und eine Abplattung von 1/169,779. Das angegebene Volumen beträgt 16,318 × 1010 km³, die Masse 6,4171 × 1023 kg und die Dichte 3,933 g/cm³, wobei die Quelle selbst eine Unsicherheit angibt. Ferner werden eine Äquatorgravitation von 3,71 m/s², eine Polgravitation von 3,758 m/s², eine geometrische Albedo von 0,150 und ein GM von 42828,375662 km³/s² aufgeführt. Diese Werte erfassen Abmessungen, Masse, Gestalt und Gravitation, bestimmen jedoch nicht für sich allein die detaillierte Zusammensetzung jeder inneren Schicht.
JPL schätzt den Kernradius auf etwa 1700 km; dies ist keine exakt vermessene Grenze. NASA beschreibt einen Kern aus vorwiegend Eisen, Nickel und Schwefel, umgeben von einem felsigen Mantel und einer Kruste. Ihre Übersicht nennt 1500–2100 km für den Kernradius und 10–50 km für die Krustendicke. Diese Strukturschätzungen gelten nicht als einheitliche Werte an jedem Ort. InSight untersuchte Kruste, Mantel und Kern von 2018 bis 2022. Wind, Wasser, Vulkanismus, Tektonik und Einschläge haben die Oberfläche verändert; ihre jeweiligen Beiträge bleiben ein Forschungsgegenstand.
NASA-Missionen haben umfangreiche Hinweise darauf gefunden, dass Mars vor Milliarden Jahren deutlich feuchter und wärmer war und eine dichtere Atmosphäre besaß. Dieses Ergebnis ist zentral für die Rekonstruktion des marsianischen Klimawandels, doch das vorgelegte Material legt weder eine einzige vollständige Chronologie noch den gesamten Mechanismus des Übergangs fest. Die heutige Atmosphäre wird als sehr dünn und hauptsächlich aus Kohlendioxid, Stickstoff und Argon bestehend beschrieben. Die ESA gibt den atmosphärischen Bodendruck mit 6,35 mbar an, weniger als einem Hundertstel des Erdatmosphärendrucks. NASA erklärt außerdem, dass Menschen diese Luft nicht atmen könnten. MAVEN gewann entscheidende Messungen der Atmosphäre, um den dramatischen Klimawandel im Verlauf der Planetengeschichte besser zu verstehen.
Mars besitzt Polkappen, die sich laut ESA mit den Jahreszeiten verändern. Bild- und Beschreibungsmaterial der NASA erwähnt Wassereiswolken, Polareis und Polargebiete. Eine Aufnahme des Mars Reconnaissance Orbiter zeigte saisonale Veränderungen von Sanddünen in der nördlichen Polarregion und belegt damit, dass die Oberflächenumgebung nicht statisch ist. Die ESA gliedert die marsianische geologische Zeit in Prä-Noachisch, vor 4,5 bis 4,1 Milliarden Jahren; Noachisch, vor 4,1 bis 3,7 Milliarden Jahren; Hesperisch, vor 3,7 bis 2,9 Milliarden Jahren; und Amazonisch, von vor 2,9 Milliarden Jahren bis heute. Diese Abschnitte liefern einen zeitlichen Rahmen, nicht jedoch eine vollständige Darstellung jedes geologischen Ereignisses.
Die JPL-Revision vom 2. Juni 2025 nennt eine siderische Rotationsperiode von 24,622962 Stunden und eine Winkelgeschwindigkeit von 0,0000708822 rad/s. Der mittlere Sonnentag, ein Sol, dauert 88775,24415 Sekunden und ist von der Rotation relativ zu den Sternen zu unterscheiden. Ein Marsjahr dauert etwa 687 Erdtage, die Achsenneigung beträgt rund 25° und die mittlere Sonnenentfernung etwa 228 Millionen km. Laut NASA führt die elliptische Bahn zu unterschiedlich langen Jahreszeiten.
Die ESA benennt zwei Monde: Phobos mit 27 × 22 × 18 km, etwa 6000 km über Mars, und Deimos mit 15 × 12 × 11 km, etwa 20000 km über Mars. Nach dem NASA-Datenblatt besitzt Mars keine Ringe. Mars wurde von Raumfahrzeugen unterschiedlicher Agenturen erforscht. Neben InSight und MAVEN umfasst das ESA-Programm Exobiology on Mars den Trace Gas Orbiter, der 2016 in eine Marsumlaufbahn eintrat, sowie den Rover Rosalind Franklin, dessen Start frühestens 2028 vorgesehen ist. Curiosity bohrte in Gestein und setzte seinen Laser zur Untersuchung grauen Materials ein; Opportunity fand kugelförmige Hämatitkörner, die sich wahrscheinlich in Wasser bildeten.
Mars ist wissenschaftlich bedeutsam, weil er die Untersuchung von Prozessen ermöglicht, welche einen felsigen Planeten verändern, und weil sein Befund auf eine frühere, feuchtere, wärmere und atmosphärisch dichtere Umwelt verweist. Hämatitbefunde, Beobachtungen von Eis, Wolken, Dünen und saisonalen Veränderungen, Atmosphärenmessungen und Innenraumstudien stammen aus unterschiedlichen Missionen und Methoden und ergeben ergänzende Beweislinien. Offen bleiben Fragen nach den relativen Beiträgen von Wasser, Wind, Vulkanismus, Tektonik und Kraterbildung, nach dem drastischen Klimawandel und nach dem inneren Aufbau über den geschätzten Kernradius hinaus.
Kontext
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