Mars stellte die Psyche-Mission auf dem Weg zu einem metallreichen Asteroiden auf die Probe
Psyche nutzte die Schwerkraft des Mars, um Geschwindigkeit zu gewinnen und die Flugbahn in Richtung des Asteroiden anzupassen, den die Sonde 2029...
Mond
Deimos ist der äußere Marsmond, ein kleiner, unregelmäßiger Körper mit einer dunklen, von Kratern geprägten Oberfläche, die durch Regolithablagerungen geglättet erscheint.
Deimos ist der kleinere und äußere der beiden Marsmonde. Asaph Hall entdeckte ihn 1877; sein Name verweist auf den Schrecken in der griechischen Mythologie. Das SPICE-System des JPL führt ihn als NAIF 402, Mars dagegen als 499. Seine Zugehörigkeit zum Marssystem ist unabhängig von internen Schlüsseln der Visualisierungen.
Die NASA beschreibt einen unregelmäßigen Körper von etwa 15 × 12 × 11 km und gibt auch gerundete Abmessungen in Meilen an. Damit ist kein einheitlicher Durchmesser von neun Meilen gemeint. Das JPL nennt einen mittleren Radius von 6,2 ± 0,24 km; verdoppelt ergibt er einen äquivalenten mittleren Durchmesser von 12,4 km. Dieser beschreibt eine mittlere Größe, nicht die längste Achse. Gestalt und unterschiedliche Definitionen erklären, warum beide Maße nicht gleichgesetzt werden dürfen.
Die vom JPL veröffentlichte mittlere Dichte beträgt 1,471 ± 0,166 g/cm³. Der Gravitationsparameter GM beträgt 0,0000962 ± 0,0000028 km³/s²: das Produkt aus Gravitationskonstante und Masse, keine Masse in Kilogramm. Diese Daten liegen vor. Ihre Unsicherheiten und der nicht eindeutig bestimmte innere Aufbau erlauben jedoch keine exakte Ableitung von Zusammensetzung oder Porosität.
Die MAR099-Tabelle mittlerer Bahnelemente gibt eine große Halbachse von 23.457 km vom Marsmittelpunkt und eine Umlaufzeit von 1,2625 Tagen, etwa 30,3 Stunden, an. Das passt zur gerundeten NASA-Angabe von einem Umlauf in 30 Stunden. Die Halbachse ist keine Höhe über der Oberfläche.
Die mittleren Elemente beziehen sich auf die Laplace-Ebene und die Epoche 1. Januar 2000, 12:00 TDB. Laut JPL sind sie nicht für genaue Ephemeridenberechnungen geeignet. Sie beschreiben die Größenordnung der Bahn, nicht die aktuelle Position von Deimos. Prognosen zur Annäherung und möglichen Zerstörung von Phobos dürfen nicht auf diesen Mond übertragen werden.
Trotz zahlreicher Krater erscheint Deimos glatter als Phobos, weil manche Krater teilweise aufgefüllt sind. Die NASA weist zudem auf das Fehlen der für den Nachbarmond typischen Furchen und Rücken hin. HiRISE auf dem Mars Reconnaissance Orbiter fotografierte die Oberfläche, unter anderem für eine farbverstärkte Aufnahme von 2009.
Einschläge haben Material zu Regolith zermahlen, einer Staub- und Trümmerschicht, die laut NASA möglicherweise bis zu 100 Meter mächtig ist. Dieser geschätzte Höchstwert ist keine überall gemessene Schichtdicke. Die geringe Schwerkraft lässt einen Teil des Auswurfmaterials entweichen; eine mögliche Umverteilung um Mars bedeutet nicht, dass ein Ring nachgewiesen wurde.
Die dunkle Oberfläche scheint mit C-Typ-Material vereinbar, ähnlich dem kohlenstoffreicher Asteroiden. Das beweist weder einen Einfang noch die Zusammensetzung des gesamten Inneren. Form, Dichte, Regolith und Bahn sind wichtig für die Erforschung der Herkunft, legen aber keine eindeutige Entstehungsgeschichte fest.
Die Werte enthalten Zeitraum und Unsicherheit, soweit verfügbar. Diese Ansicht simuliert keine Echtzeitpositionen.
Kontext
Psyche nutzte die Schwerkraft des Mars, um Geschwindigkeit zu gewinnen und die Flugbahn in Richtung des Asteroiden anzupassen, den die Sonde 2029...