Mond

Kallisto

Kallisto ist Jupiters zweitgrößter Mond. Seine alte Oberfläche bewahrt zahlreiche Krater; Galileo-Daten ermöglichen die Untersuchung eines möglichen, weiterhin unsicheren inneren Ozeans.

Geprüft 2026-10-07

Beschreibung

Identität und Entdeckung

Kallisto ist ein natürlicher Jupitermond, der zweitgrößte des Planeten und der drittgrößte des Sonnensystems. Seine Größe ähnelt der Merkurs. Die NASA schreibt seine Entdeckung Galileo Galilei am 7. Januar 1610 zu. Seine Kennung ist NAIF 504; 599 bezeichnet Jupiter. MOON-ATLAS ist ein interner Katalogschlüssel, keine offizielle astronomische Kennung.

Größe und physikalische Daten

JPL nennt einen mittleren Radius von 2410,30 ± 1,50 km, entsprechend einem berechneten äquivalenten Durchmesser von 4820,60 ± 3,00 km. Die mittlere Dichte beträgt 1,8340 ± 0,0034 g/cm³, GM beträgt 7179,28340 ± 0,00324 km³/s². GM ist der Gravitationsparameter, keine Masse in Kilogramm; die Dichte wird aus GM und mittlerem Radius abgeleitet. Dieses Profil verwendet diesen JPL-Datensatz, ohne ältere Durchmesser- oder Dichtewerte anderer Zusammenfassungen beizumischen.

Umlaufbahn und Rotation

Die mittleren Elemente der JPL-Lösung JUP365 geben eine große Halbachse von 1882700 km und eine Umlaufzeit von 16,690440 Tagen an, in der Laplace-Ebene zur Epoche 2000-01-01.5 TDB. Die Halbachse wird vom Jupiterzentrum gemessen, nicht von den Wolken. Diese Elemente sind keine präzisen Ephemeriden. Die NASA beschreibt ungefähr 17 Tage und nennt auf ihrer Übersichtsseite 16,689 Tage; hier bleiben Konvention und Wert der JPL-Tabelle ausdrücklich erhalten. Kallisto rotiert synchron und zeigt Jupiter dieselbe Seite. Er gehört nicht zur Resonanz von Io, Europa und Ganymed.

Oberfläche und Entstehung

Die Gesteins- und Eisoberfläche ist stark verkratert. Die NASA schätzt ihr Alter auf ungefähr 4 Milliarden Jahre und verbindet die erhaltenen Krater mit geringer geologischer Aktivität. Die Krater haben unterschiedliche Größen und teilweise mehrere Ringstrukturen; helle Punkte werden als mit Wassereis bedeckte Gipfel gedeutet. Eine Entstehung aus der Scheibe verbliebenen Materials um Jupiter ist ein wissenschaftliches Szenario, kein unmittelbar beobachtetes Ereignis.

Innerer Aufbau und möglicher Ozean

Galileo-Daten und Modelle begründen die Hypothese eines unterirdischen Salzwasserozeans. Die NASA nennt eine geschätzte Tiefe von etwa 250 km, weist aber darauf hin, dass der Ozean tiefer liegen oder ganz fehlen könnte. Die Tiefe ist daher keine exakte Messung, die Existenz des Ozeans kein erwiesener Befund. Ein möglicher Wasser-Gestein-Kontakt wäre für Bewohnbarkeit wichtig, ist jedoch kein Lebensnachweis. Auch ein Inneres aus Eis mit beigemischtem Gestein und Metall wird erwogen.

Exosphäre und Erkundung

Galileo wies bei Beobachtungen von 1997 eine äußerst dünne Kohlendioxidexosphäre nach; das Ergebnis wurde 1999 bekannt gegeben. Die NASA nennt außerdem spätere Hinweise auf Sauerstoff und Wasserstoff. Die Aussage, es gebe keine atmosphärischen Informationen über Kallisto, wäre falsch. Galileo-Daten der 1990er-Jahre bleiben wichtig für die Deutung des Inneren. Sichtbare Krater und Exosphäre sind unterschiedliche Befunde; keiner beweist allein einen Ozean oder eine Biosphäre. Das Profil trennt tabellierte physikalische Daten von inneren Modellen und stellt sie nicht als neue Entdeckungen vom Oktober 2026 dar.

Grunddaten

Kerndatum
NAIF 504
Kerndatum
2410,30 ± 1,50 km
Kerndatum
1,8340 ± 0,0034 g/cm³
Kerndatum
16,690440 Tage
Kerndatum
1882700 km; vom Jupiterzentrum

Physikalische Größen

Durchmesser
4820.6
Messgröße
1.834
Messgröße
7179.2834

Bahndaten

Die Werte enthalten Zeitraum und Unsicherheit, soweit verfügbar. Diese Ansicht simuliert keine Echtzeitpositionen.

Große Halbachse
1882700
Parameter
16.69044

Daten und Zeitleiste

Historisches Jahr
1610

Quellen und Referenzen

  1. Catálogo astronómico del visualizador Catálogo astronómico del visualizador
  2. Facts - NASA Science NASA
  3. Planetary Satellite Mean Elements — JPL Catálogo astronómico del visualizador
  4. NAIF Integer ID codes — JPL Catálogo astronómico del visualizador