Wichtige Daten
- Die NASA berichtet von mehr als 6.300 bestätigten Exoplaneten in der Milchstraße.
- 51 Pegasi b wurde im Oktober 1995 als erster Planet identifiziert, der um einen sonnenähnlichen Stern entdeckt wurde.
- Der Exoplaneten-Katalog der NASA wird laufend aktualisiert.
- Laut NASA warten Tausende Exoplaneten-Kandidaten auf ihre Bestätigung.
- Seit dem Start von TESS im Jahr 2018 wurden mehr als 1.000 von der Mission entdeckte Kandidaten bestätigt.
- TESS sucht nach Transits; außerdem berichtet die NASA von einer Planetenentdeckung mithilfe des Mikrolinseneffekts.
- Die NASA ordnet Exoplaneten Kategorien wie Gasriesen, neptunischen Planeten, Supererden und terrestrischen Planeten zu.
Verknüpfte Einträge
Die Exoplaneten-Seite der NASA beziffert die Zahl der bestätigten Welten auf mehr als 6.300. Die Zahl vermittelt, wie weit die Suche nach Planeten außerhalb unseres Sonnensystems fortgeschritten ist, braucht aber auch Kontext: Der Katalog der Agentur wird laufend aktualisiert, und Tausende Kandidaten warten noch auf ihre Bestätigung. Die Zahl ist daher als von der NASA genannte Schwelle zu verstehen, nicht als unveränderliche Gesamtzahl.
Ein Exoplanet ist ein Planet außerhalb des Sonnensystems. Die meisten bekannten Exoplaneten umkreisen andere Sterne; einige, sogenannte freifliegende Planeten, sind an keinen Stern gebunden. Die Suche nach diesen Welten ermöglicht es, andere Planetensysteme als unser eigenes zu untersuchen und Informationen über die Bedingungen zu sammeln, unter denen Planeten entstehen können.
Von den ersten Entdeckungen zur aktuellen Zahl
Der von der NASA hervorgehobene erste Meilenstein war im Oktober 1995, als 51 Pegasi b als erster Planet entdeckt wurde, der einen sonnenähnlichen Stern umkreist. Drei Jahrzehnte später meldet die Seite der Agentur mehr als 6.300 bestätigte Exoplaneten in unserer Galaxie. Der Anstieg der Zahl hängt laut NASA mit verbesserten Technologien und der Einführung neuer Nachweismethoden zusammen.
Der Exoplaneten-Katalog der NASA bündelt Informationen über bestätigte Planeten und wird als laufend aktualisierte Ressource beschrieben. Er bietet 3D-Modelle, Beschreibungen und Daten zu jeder Welt. Außerdem lassen sich die Einträge nach Planetentyp, Entdeckungsmethode oder der Mission, dem Observatorium beziehungsweise der Einrichtung filtern, die zu ihrer Entdeckung beigetragen hat. Die Zahl von mehr als 6.300 dient somit als Orientierung innerhalb eines weiter wachsenden Verzeichnisses.
Warum ein Kandidat noch kein bestätigter Planet ist
Beobachtungen können Signale zeigen, die mit der Existenz eines Planeten vereinbar sind. Manche Entdeckungen bleiben jedoch bis zur Bestätigung in der Kategorie der Kandidaten. Die NASA weist darauf hin, dass Tausende Kandidaten noch ausstehen. Dieser Unterschied ist wichtig für die Einordnung der Zahl: Kandidaten werden nicht automatisch zur Anzahl bestätigter Planeten addiert.
Die TESS-Mission – der Transiting Exoplanet Survey Satellite – beobachtet Himmelsbereiche und sucht nach kleinen Helligkeitsabnahmen von Sternen. Eine solche Abnahme kann auftreten, wenn ein Planet aus Sicht der Teleskope vor seinem Stern vorbeizieht; dieses Phänomen heißt Transit. Seit dem Start von TESS im Jahr 2018 wurden laut NASA mehr als 1.000 von der Mission entdeckte Kandidaten bestätigt. Die Agentur berichtet außerdem, dass TESS mithilfe des Mikrolinseneffekts einen Planeten identifiziert hat: Bei dieser Methode verstärkt die Schwerkraft eines Objekts, das vor einem Stern vorbeizieht, das Licht eines weiter entfernten Sterns.
Die TESS-Daten können zu zusätzlichen Beobachtungen führen. Die NASA zufolge sind einige der von der Mission bestätigten Planeten Ziele für Folgeanalysen mit Weltraumteleskopen wie Webb und Roman. Die Mission hat außerdem Tausende Kandidaten beobachtet, deren Bestätigung noch aussteht.
Ein Katalog sehr unterschiedlicher Welten
Bestätigte Exoplaneten bilden keine einheitliche Klasse. Die NASA ordnet bekannte Planeten Kategorien wie Gasriesen, neptunischen Planeten, Supererden und terrestrischen Planeten zu, mit Untergruppen wie Mini-Neptunen. Die Bezeichnungen beschreiben allgemeine Eigenschaften; Größen- und Massenmessungen ermöglichen es, Zusammensetzungen von Gesteinswelten wie Erde und Venus bis hin zu gasreichen Planeten wie Jupiter und Saturn zu untersuchen.
Die von der Agentur beschriebene Vielfalt ist noch größer. Manche Planeten könnten überwiegend aus Wasser oder Eis bestehen, andere aus Eisen oder Kohlenstoff. Die NASA erwähnt auch Welten mit Meeren aus geschmolzener Lava, Planeten mit geringer Dichte und dichte Kerne, die weiterhin ihre Sterne umkreisen. Diese Beschreibungen zeigen, warum jeder Neuzugang im Katalog Hinweise auf die Prozesse der Planetenentstehung liefern kann – eine der Fragen, die die Agentur mit der Erforschung von Exoplaneten verbindet.
Welche Schlussfolgerungen die Zahl zulässt
Das Verzeichnis bestätigt die große Vielfalt der entdeckten Planeten und bietet eine Grundlage für Vergleiche. Laut NASA konzentriert sich die Mehrheit der bislang gefundenen Exoplaneten in einem relativ kleinen Gebiet der Milchstraße: „klein“ bedeutet in diesem Zusammenhang Tausende Lichtjahre vom Sonnensystem entfernt. Der nächste bekannte Exoplanet zur Erde, Proxima Centauri b, ist laut derselben Seite etwa vier Lichtjahre entfernt.
Die habitable Zone ist als der Bereich um einen Stern definiert, in dem ein Planet flüssiges Wasser an seiner Oberfläche haben könnte. Diese Möglichkeit hilft dabei, die Suche nach interessanten Welten auszurichten. Die Zahl der Exoplaneten allein sagt jedoch nicht aus, wie viele solche Bedingungen erfüllen. Die Angabe von mehr als 6.300 beantwortet, wie viele Planeten die NASA-Seite bestätigt; um ihre Eigenschaften zu verstehen, muss jedes System mit seinen Merkmalen untersucht werden.
Der Meilenstein veranschaulicht somit sowohl die Fortschritte bei der Entdeckung als auch die noch ausstehende Arbeit. Die NASA erklärt, dass Tausende Kandidaten auf Bestätigung warten und jeder bestätigte Planet dazu beiträgt, die Entstehung von Welten und die mögliche Häufigkeit erdähnlicher Planeten zu untersuchen. Der Katalog wird sich mit neuen Bestätigungen und Beobachtungen weiter verändern.