Mond
Himalia
Himalia ist ein irregulärer Jupitermond, den die NASA als fünftgrößten einstuft; er umläuft den Planeten in etwa 11,5 Millionen km Abstand und wurde wohl eingefangen.
Beschreibung
Identität und Einordnung
Himalia wird in den bereitgestellten Belegen als ein Mond identifiziert, der Jupiter umkreist. NASA Science bezeichnet ihn als den fünftgrößten Mond in einer Umlaufbahn um Jupiter. Dies ist eine vergleichende Rangangabe, keine mitgeteilte Messung von Radius, Volumen oder Masse: Das vorliegende Material nennt keine mittlere Größe Himalias. Die NASA erläutert außerdem, dass die Endung „a“ des Namens der Politik der Internationalen Astronomischen Union für äußere Jupitermonde auf prograder Bahn folgt, also für Bahnen in derselben Richtung wie Jupiters Rotation. Der Name geht auf eine Nymphe von Rhodos aus der griechischen Mythologie zurück, eine Geliebte des Zeus und Mutter von Spartaeus, Cronios und Cytus.
Die vorsichtigste, hier gestützte Einordnung lautet damit: äußerer prograder Jupitermond. Die Belegseiten zu Lysithea und Elara verwenden den Ausdruck Himalia-Gruppe für eine Familie jovianischer Satelliten mit ähnlichen Bahnen und Erscheinungen, denen deshalb ein gemeinsamer Ursprung zugeschrieben wird. Elara wird als zweitgrößtes Mitglied dieser Gruppe und ungefähr halb so groß wie Himalia beschrieben; auch Lysithea wird ihr zugeordnet. Die Belege liefern jedoch weder eine offizielle Kennung für die Gruppe noch quantitative Kriterien der Mitgliedschaft. Der Familienbezug ist daher wissenschaftlicher Beschreibungskontext und keine offiziell codierte Hierarchie dieses Profils.
Bahn, Bewegung und möglicher Ursprung
NASA Solar System Exploration verortet Himalia in einer Entfernung von etwa 7,1 Millionen Meilen beziehungsweise 11,5 Millionen Kilometern von Jupiter und gibt eine Umlaufzeit von ungefähr 251 Erdtagen an. Der Näherungscharakter dieser Zahlen muss erhalten bleiben. Die Quelle erklärt nicht, ob die Distanz große Halbachse, mittlere Entfernung oder eine andere Bahndefinition bedeutet; sie darf daher nicht in ein präziseres Bahnelement umgedeutet werden. Die prograde Bewegung wird hingegen direkt durch die NASA-Erklärung zur Namenskonvention für äußere Monde gestützt.
NASA- und JPL-Bildtexte besagen, Wissenschaftler gingen davon aus, Himalia sei ein von Jupiter eingefangener Körper, höchstwahrscheinlich ein unregelmäßig geformter Asteroid. Das ist eine wissenschaftliche Deutung, keine unmittelbare Bestimmung der Zusammensetzung und keine vollständig rekonstruierte dynamische Geschichte. Der Kontext der Himalia-Gruppe bietet eine verwandte Möglichkeit: Laut NASA besitzen deren Satelliten ähnliche Bahnen und Erscheinungen und könnten daher einen gemeinsamen Ursprung haben. Für Lysithea wird speziell ein mögliches Bruchstück eines Asteroiden der C- oder D-Klasse diskutiert, das vor oder nach dem Einfangen durch eine Kollision zerbrochen sein könnte. Diese Aussage betrifft Lysithea und ist weder ein gemessener Spektraltyp noch ein Albedo- oder Kompositionswert für Himalia. Die Belege nennen weder Zeitpunkt noch Mechanismus seiner Einfangung.
Beobachtete Form, Ausmaß und physikalische Eigenschaften
Ein von NASA und JPL veröffentlichtes Nahinfrarotbild liefert die konkreteste Beobachtungsgrenze für das Erscheinungsbild. Seine Auflösung beträgt etwa 27 Kilometer beziehungsweise 17 Meilen pro Pixel. Auf der dem Raumfahrzeug zugewandten Seite erstreckte sich Himalia in der Auf-Ab-Richtung des Bildes über ungefähr 160 Kilometer beziehungsweise 100 Meilen. Das ist eine projizierte Ausdehnung der beobachteten Seite bei einer bestimmten Blickgeometrie. Sie ist für sich genommen weder ein globaler Durchmesser noch ein mittlerer Radius oder eine endgültig bestimmte Hauptachse.
Dieselbe Bildbeschreibung folgert vorsichtig, Himalia habe wahrscheinlich keine Kugelgestalt. Das passt zur Deutung als eingefangener, unregelmäßiger Asteroid, doch enthalten die Belege kein dreidimensionales Gestaltmodell, keine Topographie, kein Kraterverzeichnis und keine Geländeauswertung. Ebenso fehlen Angaben zu Albedo, Farbe, Spektrum, Temperatur, Masse, Schwerkraft, Dichte, Porosität oder mineralogischer Zusammensetzung Himalias. Es wäre unzulässig, die für Lysithea unter ausdrücklicher Annahme genannte Albedo von 0,04 oder die C/D-Klassen-Andeutung auf Himalia zu übertragen, da es sich um einen anderen Mond handelt.
Oberfläche, Inneres und Atmosphäre
Die Dokumentensammlung meldet keinen Nachweis einer Atmosphäre, Exosphäre, geologischen Aktivität, von Eis, Staub, Magnetfeld oder Ringen bei Himalia. Die Nahinfrarotaufnahme belegt eine Beobachtung in diesem Wellenlängenbereich, aber die gelieferte Bildlegende beschreibt keine konkreten Oberflächenmerkmale und leitet keine Zusammensetzung daraus ab. Zum Inneren, zur Schichtung oder zum thermischen Zustand liegen keine Angaben vor. Diese Lücken beweisen nicht, dass die Eigenschaften fehlen; sie markieren die Grenzen dessen, was aus den vorliegenden Belegen verlässlich gesagt werden kann.
Beobachtung und Erforschung
NASA und JPL veröffentlichten das Infrarotbild samt Maßstab von 27 Kilometern pro Pixel. In den bereitgestellten Auszügen werden weder das aufnehmende Raumfahrzeug noch das Beobachtungsdatum genannt; diese Details können daher nicht sicher ergänzt werden. Eine ESA-Darstellung der Jupiterforschung berichtet zusätzlich, dass Cassini-Huygens im Jahr 2000 ein Swing-by an Jupiter ausführte, dabei viele Tausend Bilder von Jupiters Atmosphäre, Monden, Ringsystem und Weltraumumgebung sammelte und Himalia abbildete. Damit ist belegt, dass Himalia Teil dieses Beobachtungsdatensatzes war, nicht aber eine bestimmte Auflösung, ein physikalisches Ergebnis oder ein gezielter Vorbeiflug.
Der NASA-Sucheintrag enthält eine abgeschnittene Aussage zur Entdeckung: Er sagt nur, Himalia sei „discovered on 3 ...“ worden, und erwähnt Mount Hamilton sowie die University of California, San Jose. Vollständiges Datum, Entdecker und Beobachtungsumstände fehlen; daraus darf keine präzise Entdeckungschronologie gemacht werden. Offen bleiben in diesem Quellenbestand insbesondere dreidimensionale Größe, Rotationsperiode, Zusammensetzung, innere Struktur, Oberflächeneigenschaften sowie die dynamischen Einzelheiten des Einfangens und der Beziehung zur Himalia-Gruppe.
Grunddaten
- Kerndatum
- interactive_moon
- Kerndatum
- jupiter-himalia
- Kerndatum
- 520
Physikalische Größen
- Durchmesser
- 170
- Messgröße
- 0.8827
- Messgröße
- 0.15155
Bahndaten
Die Werte enthalten Zeitraum und Unsicherheit, soweit verfügbar. Diese Ansicht simuliert keine Echtzeitpositionen.
- Große Halbachse
- 11439000
- Parameter
- 249.909
Daten und Zeitleiste
- Historisches Jahr
- 1904
Quellen und Referenzen
- Catálogo astronómico del visualizador Catálogo astronómico del visualizador
- Himalia - NASA Science NASA
- In Depth | Himalia – NASA Solar System Exploration NASA
- Distant Himalia - NASA Science NASA
- Himalia, a Small Moon of Jupiter | NASA Jet Propulsion Laboratory (JPL) NASA
- Himalia, a Small Moon of Jupiter - NASA Science NASA
- Himalia, a Small Moon of Jupiter NASA
- In Depth | Lysithea – NASA Solar System Exploration NASA
- In Depth | Elara – NASA Solar System Exploration NASA
- ESA - A history of Jupiter exploration: the journey to Juice European Space Agency
- Lysithea - NASA Science NASA