Wichtige Daten
- Die NASA setzt den Start von Artemis II auf April 2026 an und beschreibt eine fast zehntägige Reise um den Mond.
- Die Crew bestand aus Reid Wiseman, Victor Glover, Christina Koch und Jeremy Hansen.
- Die NASA beziffert die von der Erde zurückgelegte Entfernung auf 252.756 Meilen und bezeichnet sie als Rekord für Menschen im Weltraum.
- Artemis II war Orions erster bemannter Flug, und die Crew beobachtete die Mondoberfläche.
- Die NASA plant Artemis III für 2027 als Demonstration in einer niedrigen Erdumlaufbahn und hält 2028 als Ziel für die erste Mondlandung des Artemis-Programms fest, die für Artemis IV vorgesehen ist.
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Im April 2026 begab sich Artemis II auf eine fast zehntägige Reise um den Mond. Die NASA bezeichnete die Mission als den ersten bemannten Flug von Orion, ihrem Erkundungsraumschiff. Die Crew bestand aus den NASA-Astronauten Reid Wiseman, Victor Glover und Christina Koch sowie Jeremy Hansen von der Kanadischen Weltraumagentur. Nach Angaben der NASA legten sie 252.756 Meilen von der Erde zurück, stellten einen Rekord für die größte von Menschen im Weltraum zurückgelegte Entfernung auf und beobachteten die Mondoberfläche.
Der Flug ist Teil des Artemis-Programms, mit dem die NASA Astronauten auf zunehmend komplexe Missionen schicken will, um den Mond zu erforschen und wissenschaftliche Untersuchungen durchzuführen. Artemis II wird als Reise um den Trabanten beschrieben; die erste von der NASA in dieser Abfolge geplante Mondlandemission ist für Artemis IV vorgesehen. Die Unterscheidung dieser Meilensteine macht deutlich, was während dieses Flugs geschah und wie er mit den nächsten Schritten des Programms zusammenhängt.
Orion, SLS und die Artemis-Flüge
Orion ist das von der NASA entwickelte Fahrzeug, das die Crews der Artemis-Missionen transportieren und versorgen sowie sicher zur Erde zurückbringen soll. Das Raumschiff wird mit dem Space Launch System (SLS), der Schwerlastrakete der NASA, gestartet. Nach Angaben der Behörde kann SLS Orion, Astronauten und Fracht mit einem einzigen Start direkt in Richtung Mond befördern.
Artemis II folgte auf Artemis I, einen unbemannten Testflug, den die NASA im November 2022 abgeschlossen hat. Bei dieser Mission wurden die Systeme von Orion ohne Astronauten und ohne die für künftige bemannte Missionen vorgesehenen kritischen Lebenserhaltungssysteme geprüft. Artemis II war daher Orions erster Flug mit Menschen an Bord. Während der Reise beobachtete die Crew die Mondoberfläche; die NASA beschrieb die Beobachtungen als „wie nie zuvor“ durchgeführt.
Die Mondforschung gehört zu den übergeordneten Zielen von Artemis. Die NASA erklärt, das Programm solle weitere Gebiete des Mondes erkunden, wissenschaftliche Entdeckungen fördern und vorrangige Fragen mithilfe menschlicher Forscher vor Ort sowie robotischer Systeme auf der Oberfläche und in der Umlaufbahn angehen. Dieser Rahmen hilft, die Mondbeobachtungen von Artemis II in eine umfassendere Kampagne einzuordnen, ohne sie mit den Zielen künftiger Oberflächenmissionen zu verwechseln.
Was der Mond über das Sonnensystem verraten kann
Die NASA stellt den Mond als eine 4,5 Milliarden Jahre alte Zeitkapsel dar, die Hinweise auf die Entwicklung der Erde, der Planeten und der Sonne bewahrt. Krater sind Teil dieses Archivs: Da es auf dem Mond weder Wind noch flüssiges Wasser gibt, die Spuren von Einschlägen beseitigen könnten, können diese Milliarden Jahre erhalten bleiben. Die NASA erklärt, dass Mondkrater die Erforschung der Geschichte sowohl des Mondes als auch anderer Welten ermöglichen.
Der Mond hat drei Hauptschichten: Kruste, Mantel und Kern. Nach der Erklärung der NASA war er vor Milliarden Jahren eine geschmolzene Welt. Als er erstarrte, sanken schwerere Materialien wie Eisenmetalle zum Zentrum; Gesteine mit geringerer Dichte stiegen zur Oberfläche auf. Die daraus entstandene Struktur wird als fester Kern, überwiegend fester und teilweise flüssiger Mantel sowie dünne äußere Kruste beschrieben.
Zu seinem Ursprung erklärt die NASA, dass es mehrere Theorien gibt und fast alle die Vorstellung teilen, dass das frühe Sonnensystem von heftigen Kollisionen zwischen Himmelskörpern geprägt war. Die Behörde gibt an, der Mond sei bei einer gewaltigen Kollision entstanden. Die Darstellung der NASA verbindet somit eine allgemeine Erklärung seiner Entstehung mit dem Hinweis auf verschiedene Theorien.
Wasser und die Mondumgebung
Die NASA weist darauf hin, dass es auf dem Mond Wasser in unterschiedlichen Formen und an verschiedenen Orten gibt: uraltes Eis, das in dauerhaft schattigen Kratern verborgen ist, und H2O-Moleküle auf der sonnenbeschienenen Oberfläche. Die Behörde zeigt außerdem mögliche Wassereisvorkommen in Gebieten am lunaren Südpol auf einer Karte, die auf Daten des Lunar Reconnaissance Orbiter der NASA basiert. Der Hinweis auf mögliche Vorkommen beschreibt die Reichweite dieser Informationen, ohne daraus eine allgemeine Gewissheit für alle Mondgebiete abzuleiten.
Der Mond besitzt auch eine Exosphäre, die die NASA im Vergleich zu den Luftschichten der Erde als äußerst dünn beschreibt. Die Behörde vergleicht sie mit einem Dunst aus Teilchen, die durch Einschläge von der Mondoberfläche abgelöst wurden und in einer nahezu leeren Umgebung verbleiben. Ein weiteres Interessengebiet ist Staub: Nach Angaben der NASA hilft seine Untersuchung, mehr über den Mond zu erfahren, und die pulverige Oberfläche stellt menschliche und robotische Forscher vor Herausforderungen.
Die Erkundung der Oberfläche erfordert Systeme, die für diese Umgebung geeignet sind. Die NASA entwickelt Raumanzüge der nächsten Generation, bemannte Erkundungsfahrzeuge, Werkzeuge und Unterstützungssysteme, damit Astronauten außerhalb eines Raumschiffs überleben und arbeiten können. Im Programm unterstützen diese Elemente die Pläne für künftige Aktivitäten auf dem Mond.
Die nächsten von der NASA geplanten Meilensteine
Die NASA plant Artemis III für 2027 als Demonstration in einer niedrigen Erdumlaufbahn. Ziel ist es, eines oder beide kommerziellen bemannten Landesysteme von SpaceX und Blue Origin zu bewerten und Rendezvous- und Andockmanöver zwischen Orion und diesen Fahrzeugen zu testen. Die Behörde bezeichnet diese Fähigkeiten als notwendig für künftige Missionen zur Mondoberfläche.
Die NASA hält am Jahr 2028 als Ziel für die erste Mondlandung des Artemis-Programms fest, die für Artemis IV vorgesehen ist. Dem beschriebenen Plan zufolge würde die Crew von Orion in ein kommerzielles Landesystem wechseln, das sie zur Mondoberfläche bringen soll. Die Behörde plant Artemis V ebenfalls als Oberflächenmission für 2028. Dies sind von der NASA angekündigte Termine und Ziele für künftige Missionen.
Zum Programm gehört außerdem Gateway, eine kleine, in einer Umlaufbahn um den Mond geplante Raumstation zur Unterstützung von Oberflächenmissionen, wissenschaftlicher Forschung im Mondorbit und weiter reichender menschlicher Erkundung. Für den Transport wissenschaftlicher und technologischer Nutzlasten zum Mond nutzt die NASA Commercial Lunar Payload Services (CLPS), eine Initiative, die Lieferdienste von kommerziellen Anbietern einkauft. Kommerzielle Lander sind dafür vorgesehen, Astronauten zwischen der Mondumlaufbahn und der Oberfläche zu befördern.
Insgesamt schreibt die NASA Artemis II eine fast zehntägige Reise um den Mond, Orions ersten bemannten Flug, Beobachtungen der Oberfläche und einen Rekord für die größte von Menschen zurückgelegte Entfernung von der Erde zu. Die Mondgeologie, das Wasser und die Mondumgebung liefern den wissenschaftlichen Kontext des Programms; Artemis III, IV und V sind geplante Schritte, um Systeme zu testen und Oberflächenmissionen durchzuführen. Die Termine dieser Missionen entsprechen den von der Behörde veröffentlichten Zielen.
Quellen: NASA, Seiten zum Artemis-Programm und zum Erdmond.