Mond

Despina

Despina ist ein kleiner, unregelmäßig geformter Mond des Neptun. Er wurde 1989 auf Bildern von Voyager 2 entdeckt, misst etwa 148 km und umläuft den Planeten in acht Stunden innerhalb seines schwachen Ringsystems.

Geprüft 2026-10-02

Beschreibung

Identität und Einordnung

Despina ist im bereitgestellten Datensatz als Himmelskörper des Untertyps Mond mit der offiziellen Kennung MOON-ATLAS-NEPTUNE-DESPINA ausgewiesen. Die vorliegenden NASA-Belege beschreiben ihn durchgängig als kleinen Mond des Neptun. Eine Quelle verortet ihn ausdrücklich innerhalb des schwachen neptunischen Ringsystems. Die Ringe sind damit ein wesentlicher Teil seiner unmittelbaren Umgebung und nicht bloß ein getrenntes Hintergrundmerkmal. Die verfügbaren Quellen nennen weder eine alternative Bezeichnung noch eine Etymologie oder eine detailliertere dynamische Klassifikation. Ebenso liefern sie keine offizielle Kennung für den planetaren übergeordneten Körper Neptun; eine solche darf daher nicht erschlossen werden.

Die visuelle Charakterisierung ist begrenzt, aber aussagekräftig. NASA bezeichnet Despina als unregelmäßig geformt. Damit ist gemeint, dass sein beobachtetes Erscheinungsbild nicht als einfache oder vollkommen gerundete Gestalt dargestellt wird. Die Belege quantifizieren jedoch keine Achsen, benennen keine Oberflächenbereiche als Ursache der unregelmäßigen Kontur und enthalten kein dreidimensionales Gestaltmodell. Die Unregelmäßigkeit ist folglich als bildgestützte Beobachtungsbeschreibung zu verstehen, nicht als vollständige Rekonstruktion seiner Form, seines Inneren oder seiner mechanischen Entwicklung.

Entdeckung und Beobachtung

Despina wurde 1989 in Bildern entdeckt, die die Raumsonde Voyager 2 während ihrer Begegnung mit Neptun aufgenommen hatte. Dies ist die ausdrücklich genannte Beobachtungsgrundlage für seine moderne Identifizierung im bereitgestellten Material. Ein historischer NASA-Bericht erklärt außerdem, dass Voyager 2 bis Anfang August jener Erkundung drei weitere kleine Monde entdeckt hatte, die Neptun näher umkreisen als Proteus: Despina, Galatea und Larissa. Damit wird die Entdeckung einer Bildkampagne eines Raumfahrzeugs bei einem Vorbeiflug zugeordnet, nicht einer erdgebundenen Beobachtung oder einem indirekten dynamischen Nachweis.

Im Rahmen dieser Belegsammlung stützen die Voyager-2-Bilder unmittelbar sowohl die Entdeckung als auch die Beschreibungen von Despinas geringer Größe und unregelmäßigem Erscheinungsbild. NASA zeigt zudem Hubble-Bildkomposite bei Methanwellenlängen, in denen lange Belichtungen einige kleinere Neptunmonde sichtbar machen können; in einem solchen Komposit wird Despina neben Proteus, Larissa und Galatea identifiziert. Das belegt seine Erkennbarkeit in diesem Beobachtungskontext. Das bereitgestellte Material nennt allerdings weder Bilddaten noch Auflösung, weitere Filter, Beobachtungsgeometrie oder bestimmte physikalische Größen, die aus diesen Bildern abgeleitet wurden.

Größe, Struktur und Zusammensetzung

Der einzige ausdrücklich angegebene Größenwert lautet, dass Despina 148 Kilometer groß ist, genauer: 148 Kilometer von einer Seite zur anderen misst. Diese Formulierung beschreibt eine charakteristische oder scheinbare Ausdehnung. Sie sagt nicht, ob der Wert einem äquivalenten Durchmesser, der längsten Achse, einem Mittel mehrerer Dimensionen oder einer von der Beobachtungsgeometrie abhängigen Messung entspricht. Er kann daher nicht belastbar in Radius, Volumen oder Oberfläche umgerechnet werden. Die NASA-Bezeichnung als winzig ist mit dieser Skala vereinbar, fügt aber keine weitere quantifizierte physikalische Eigenschaft hinzu.

Es werden keine Masse, Dichte, Oberflächengravitation, Albedo, Temperatur, Farbe, Porosität oder Zusammensetzung angegeben. Die Belege nennen keine bestimmten Minerale, Eise, dunklen Verbindungen oder andere Materialien. Seine Lage im Ringsystem Neptuns beweist nicht, dass Despina dieselbe Zusammensetzung wie die Ringe besitzt, Ringmaterial liefert, einen Ring begrenzt oder Teilchen auf bestimmte Weise messbar stört. Ebenso fehlen Beschreibungen von Kratern, Brüchen, Steilhängen, Ebenen, Schichten, geologischer Aktivität oder innerer Differenzierung. Jede weitergehende Darstellung seiner Geologie oder inneren Struktur ginge über die vorliegenden Daten hinaus.

Umlaufbahn, Rotation und Umgebung

Nach NASA umläuft Despina Neptun alle acht Stunden. Dieselbe Quelle sagt, dass er sich in derselben Richtung bewegt wie Neptuns eigene Rotation. Diese Angaben liefern eine ungefähre Umlaufzeit und den relativen Drehsinn der Umlaufbewegung. Nicht angegeben sind große Halbachse, Exzentrizität, Bahnneigung, Abstand zum Zentrum Neptuns, Höhe über den Wolken, Bahngeschwindigkeit oder Messunsicherheiten. Aus den vorliegenden Belegen allein lässt sich die Bahn daher nicht durch einen umfassenderen Satz numerischer Bahnelemente beschreiben.

Die Lage innerhalb des schwachen Ringsystems ist für die Umgebungsbeschreibung zentral. Dennoch benennt das Material keinen bestimmten Ring und lokalisiert Despina nicht genau relativ zu Ringrändern, Bögen oder Teilchenpopulationen. Es dokumentiert weder Resonanzen noch Hirteneffekte oder gemessene Wechselwirkungen mit anderen Monden. Der Voyager-2-Bericht erlaubt lediglich die Aussage, dass Despina zu drei kleinen Monden gehörte, die näher an Neptun gefunden wurden als Proteus. Eine exakte Reihenfolge oder Abstände zwischen diesen Monden werden nicht festgelegt.

Rotation, Atmosphäre und offene Fragen

Die von NASA genannte Richtung bezieht sich auf Despinas Umlaufbewegung, nicht auf einen gemessenen Eigendrehzustand des Mondes. Eine Rotationsperiode wird nicht genannt, und es gibt keine Information, aus der eine gebundene Rotation abgeleitet werden könnte. Ebenso enthält der Datensatz keine Angaben zu Atmosphäre, Exosphäre, Magnetfeld, Teilchenemissionen oder zeitlicher Veränderlichkeit. Dass diese Informationen hier fehlen, ist kein Nachweis für die physische Abwesenheit solcher Phänomene; es markiert lediglich die Grenze dessen, was dieses Profil aussagen kann.

Despinas belegte wissenschaftliche Bedeutung liegt darin, dass er ein kleiner, unregelmäßiger Mond im Ringsystem Neptuns ist und während der historisch bedeutsamen Voyager-2-Begegnung entdeckt wurde. Sein Auftreten in Voyager-Bildern und seine Identifizierung im Hubble-Bildkontext zeigen, dass er zur beobachtbaren Population der inneren Neptunmonde gehört. Wesentliche Fragen bleiben zu seinen tatsächlichen Dimensionen, seiner Zusammensetzung, seinem Inneren, seinen Oberflächeneigenschaften, seinem Rotationszustand und seiner konkreten dynamischen Beziehung zu den Ringen offen. Die bereitgestellten Quellen enthalten nicht die Messungen, die zu ihrer Beantwortung erforderlich wären.

Grunddaten

Kerndatum
interactive_moon
Kerndatum
neptune-despina
Kerndatum
551

Physikalische Größen

Durchmesser
148
Messgröße
1.0304
Messgröße
0.11673

Bahndaten

Die Werte enthalten Zeitraum und Unsicherheit, soweit verfügbar. Diese Ansicht simuliert keine Echtzeitpositionen.

Große Halbachse
52500
Parameter
0.334656

Daten und Zeitleiste

Historisches Jahr
1989

Quellen und Referenzen

  1. Neptune Facts — NASA Science NASA Science
  2. Catálogo astronómico del visualizador Catálogo astronómico del visualizador
  3. Neptune NASA
  4. Neptune NASA
  5. 30 Years Ago: Voyager 2 Explores Neptune - NASA NASA
  6. Despina - NASA Science NASA
  7. APOD: 2014 January 16 - Despina, Moon of Neptune - NASA Science NASA
  8. APOD: 2009 September 3 - Despina, Moon of Neptune - NASA Science NASA
  9. APOD: 2009 September 3 - Despina, Moon of Neptune - NASA NASA
  10. APOD: 2014 January 16 - Despina, Moon of Neptune - NASA NASA
  11. Neptune's Dynamic Atmosphere - NASA Science NASA