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Von Sputnik zu Apollo: Der Wettlauf zum Mond und das US-Ziel

Am 4. Oktober 1957 brachte die Sowjetunion Sputnik 1, den ersten künstlichen Satelliten, in eine Umlaufbahn. Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges hatte der Start politische und strategische Auswirkungen in den Vereinigten Staaten: Politiker und Berater äußerten Sorge über die technologischen Fähigkeiten der Sowjetunion und die Möglichkeit, dass Starttechnologie militärisch genutzt werden könnte. Die US-amerikanische Reaktion verband einen Meilenstein der Raumfahrt, die Gründung einer zivilen Behörde und später ein konkretes politisches Ziel. 1961 schlug Präsident John F. Kennedy vor, einen Amerikaner zum Mond zu bringen und ihn vor Ende des Jahrzehnts sicher zurückzuholen. Die Missionen Apollo 8 und Apollo 11 markierten unterschiedliche Etappen auf dem Weg zu diesem Ziel.

Von Sputnik zu Apollo: Der Wettlauf zum Mond und das US-Ziel
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Wichtige Daten

  • Die Sowjetunion startete Sputnik 1 am 4. Oktober 1957; er war der erste künstliche Satellit.
  • Sputnik 1 hatte einen Durchmesser von 58 cm, eine Masse von 83,6 kg und umrundete die Erde in 98 Minuten.
  • Explorer 1, der erste US-amerikanische Erdsatellit, wurde am 31. Januar 1958 gestartet.
  • Der am 29. Juli 1958 unterzeichnete National Aeronautics and Space Act gründete die NASA und wies dem Verteidigungsministerium Weltraumaktivitäten zu, die hauptsächlich Waffen, militärische Operationen oder die Verteidigung betrafen.
  • Am 25. Mai 1961 schlug Kennedy vor, einen Mann zum Mond zu bringen und ihn vor Ende des Jahrzehnts sicher zurückzuholen.
  • Apollo 8 führte im Dezember 1968 eine bemannte Mondumrundung durch; Apollo 11 brachte am 20. Juli 1969 die ersten Menschen auf die Mondoberfläche.

Verknüpfte Einträge

Der Start von Sputnik 1 am 4. Oktober 1957 leitete im Kontext des Kalten Krieges eine Phase des Wettstreits im Weltraum zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion ein. Historische NASA-Dokumente zeichnen eine Abfolge US-amerikanischer Meilensteine nach: den Start von Explorer 1, die Gründung einer zivilen Raumfahrtbehörde und die von Präsident John F. Kennedy verkündete Verpflichtung zum Mondflug. Sie halten auch fest, wie einige US-Politiker den Wettbewerb einschätzten; diese politischen Bewertungen sind von den Fakten und Daten der Missionen zu unterscheiden.

Sputnik und die Sorgen in den USA

Sputnik 1 war der erste künstliche Satellit der Welt. Das historische NASA-Dokument beschreibt ein Objekt mit einem Durchmesser von 58 Zentimetern und einer Masse von 83,6 Kilogramm, das die Erde in 98 Minuten auf einer elliptischen Umlaufbahn umrundete. Obwohl der Satellit klein war, hatte sein Start erhebliche Auswirkungen in den Vereinigten Staaten, wo man befürchtete, gegenüber den technologischen Fortschritten der Sowjetunion zurückzufallen.

Das Ereignis fand während des Kalten Krieges statt, der Rivalitätsphase zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion, die auch das Wettrüsten umfasste. Der historische Bericht der NASA hält fest, dass in den USA die Sorge bestand, Starttechnologie könne militärischen Zwecken dienen, und dass die Fähigkeit der Sowjetunion, Atomwaffen zu starten, diese Befürchtungen verstärkte.

Lyndon B. Johnson, damals Mehrheitsführer im Senat, erinnerte sich an die Wirkung der Nachricht auf ihn. Der Himmel sei ihm „fast fremd“ erschienen, sagte er, und ihn habe der Gedanke überrascht, ein anderes Land könne den Vereinigten Staaten technologisch überlegen werden. George E. Reedy, ein Mitarbeiter Johnsons, fasste zusammen, was er als weit verbreitete Stimmung unter den Amerikanern beschrieb: Sie konnten nicht länger davon ausgehen, dass die Sowjetunion technologisch hinterherhinkte. Dies sind Zeugnisse über die damaligen Wahrnehmungen in den USA, keine unmittelbare Beschreibung sowjetischer Absichten.

Explorer 1 und eine neue Raumfahrtorganisation

Zur US-amerikanischen Reaktion gehörte ein eigener Satellit: Explorer 1, der erste US-amerikanische Erdsatellit, wurde am 31. Januar 1958 gestartet, vier Monate nach Sputnik 1. Im selben Jahr verabschiedete der Kongress den National Aeronautics and Space Act, den der Präsident am 29. Juli unterzeichnete. Das Gesetz gründete die National Aeronautics and Space Administration, bekannt als NASA, und beauftragte sie mit der Planung, Leitung und Durchführung von Luftfahrt- und Weltraumaktivitäten.

Das Gesetz erklärte, Weltraumaktivitäten sollten friedlichen Zwecken dienen und der gesamten Menschheit zugutekommen. Zugleich bestimmte es, dass von den Vereinigten Staaten geförderte Weltraumaktivitäten einer zivilen Behörde unterstehen sollten. Ausgenommen waren Aktivitäten, die hauptsächlich mit der Entwicklung von Waffensystemen, militärischen Operationen oder der Landesverteidigung zusammenhingen; für sie war das Verteidigungsministerium zuständig.

Zu den im Gesetz festgelegten Zielen gehörten die Erweiterung des menschlichen Wissens über Atmosphäre und Weltraum, die Entwicklung von Raumfahrzeugen sowie die Bewahrung der US-amerikanischen Führungsrolle in Luftfahrt- und Weltraumwissenschaft und -technologie und deren friedlichen Anwendungen. Der Text sah außerdem vor, Entdeckungen von militärischem Wert den für die Verteidigung zuständigen Behörden zugänglich zu machen. Der rechtliche Rahmen verband somit wissenschaftliche und friedliche Ziele mit Bestimmungen zu Sicherheit und nationaler Führungsrolle. Der von der NASA wiedergegebene Gesetzestext von 1958 erläutert diese Aufgaben und Ausnahmen im Einzelnen.

Kennedy setzt ein Ziel für das Jahrzehnt

Am 25. Mai 1961 sprach Kennedy vor einer gemeinsamen Sondersitzung des Kongresses und forderte die Vereinigten Staaten auf, sich dazu zu verpflichten, noch vor Ende des Jahrzehnts einen Mann zum Mond zu bringen und sicher zurückzuholen. In seiner Rede stellte er die Weltraumforschung als nationales Vorhaben dar und verknüpfte ihre Erfolge mit dem weltweiten politischen Wettbewerb: Fortschritte im Weltraum beeinflussten seiner Ansicht nach, wie Menschen in verschiedenen Ländern die konkurrierenden politischen Systeme beurteilten.

Kennedy beschrieb das Mondprojekt als Herausforderung von großer Tragweite. Kein Raumfahrtprojekt dieser Zeit werde die Menschheit stärker beeindrucken oder für die langfristige Erforschung wichtiger sein, sagte er, und räumte ein, dass keines schwieriger oder kostspieliger sein werde. Seine Rede begründete eine politische Verpflichtung mit einer festen Frist; sie stellte weder eine einfache Aufgabe noch ein sofortiges Ergebnis in Aussicht. Die vollständige Rede ist Teil der historischen Dokumente, die die NASA in ihrem Material Race to Space zusammengestellt hat.

Apollo 8 und Apollo 11: zwei Etappen auf dem Weg zum Mond

Im Dezember 1968 machte Apollo 8 die Vereinigten Staaten laut der historischen Darstellung der NASA zum ersten Land mit einer bemannten Mondumrundung. Den Mond zu umrunden war etwas anderes, als auf ihm zu landen: Apollo 8 brachte Astronauten um den Erdtrabanten, ließ sie aber nicht auf seiner Oberfläche gehen.

Am 20. Juli 1969 gelang Apollo 11 die erste Mondlandung. Neil Armstrong und Edwin „Buzz“ Aldrin waren die ersten Menschen, die den Mond betraten; Michael Collins blieb im Kommandomodul in der Mondumlaufbahn. Mit dieser Mission erreichte das Apollo-Programm der NASA das Ziel, das Kennedy acht Jahre zuvor formuliert hatte. Die NASA weist darauf hin, dass für diesen Erfolg die Zusammenarbeit Hunderttausender Menschen und die von den Vereinigten Staaten bereitgestellten Ressourcen erforderlich waren.

Was diese Abfolge dokumentiert

Die Daten und Merkmale von Sputnik 1, Explorer 1 und den Apollo-Missionen ermöglichen es, die Meilensteine der US-amerikanischen Reaktion nachzuzeichnen. Johnsons und Reedys Erinnerungen, Johnsons Bericht vom 8. Januar 1958 und Kennedys Rede dokumentieren ihrerseits, wie US-Politiker den Wettbewerb, die Sicherheit und nationale Ziele beschrieben. In seinem Bericht stellte Johnson der seiner Ansicht nach sowjetischen Priorität, den Weltraum zu kontrollieren, die US-amerikanische Tendenz gegenüber, Entscheidungen innerhalb des jährlichen Staatshaushalts zu treffen: eine politische Einschätzung Johnsons, kein unabhängiger Beleg für sowjetische Prioritäten.

Insgesamt zeigt die Abfolge, wie der Start von Sputnik in den Vereinigten Staaten als technologische und strategische Herausforderung verstanden wurde und wie diese Wahrnehmung institutionelle Veränderungen sowie ein zeitlich festgelegtes Mondziel begleitete. Politische Zeugnisse helfen, die Sorgen ihrer Verfasser zu verstehen; die Missionsdaten und Gesetzesbestimmungen beschreiben davon getrennt konkrete Meilensteine und Entscheidungen.