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NASA erreicht 6.000 bestätigte Exoplaneten: Was die Zahl verrät

Am 17. September 2025 gab die NASA bekannt, dass die Zahl der bestätigten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems 6.000 erreicht hatte. Diese Zahl spiegelte den damaligen Stand des Katalogs wider: Forschende aus aller Welt fügen neue Planeten hinzu, sobald sie bestätigt sind. In derselben Mitteilung erklärte die Behörde, dass mehr als 8.000 Kandidaten noch auf ihre Bestätigung warteten. Auf der NASA-Science-Seite wird inzwischen eine Gesamtzahl von mehr als 6.300 bestätigten Exoplaneten angegeben.

NASA zählt mehr als 6.000 Exoplaneten: Was der Meilenstein bedeutet
KI-generierte Illustration

Wichtige Daten

  • Die NASA gab am 17. September 2025 bekannt, dass ihre Zählung 6.000 bestätigte Exoplaneten erreicht hatte.
  • In dieser Mitteilung nannte die NASA mehr als 8.000 Kandidaten, die noch auf eine Bestätigung warteten.
  • Die Behörde erklärte, dass bestätigte Planeten laufend hinzugefügt werden und keine Welt dauerhaft die Nummer 6.000 behält.
  • Die NASA erklärte 2025, dass von weniger als 100 Exoplaneten direkte Bilder aufgenommen worden seien.
  • Die NASA-Science-Seite meldet mehr als 6.300 bestätigte Exoplaneten; außerdem heißt es dort, Roman sei am 30. August gestartet und werde Anfang 2027 mit dem wissenschaftlichen Betrieb beginnen.
  • Der NASA-Artikel von 2025 erklärte, dass das James-Webb-Weltraumteleskop die chemische Zusammensetzung von mehr als 100 Exoplanetenatmosphären untersucht hatte.

Verknüpfte Einträge

Am 17. September 2025 gab die NASA bekannt, dass die Zahl der in ihrer Zählung geführten bestätigten Exoplaneten 6.000 erreicht hatte. Ein Exoplanet ist ein Planet außerhalb des Sonnensystems. Die meisten umkreisen andere Sterne, es gibt jedoch auch frei umherziehende Welten, die an keinen Stern gebunden sind. Die NASA erklärte, dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der ganzen Welt der Zählung Planeten hinzufügen, sobald sie bestätigt sind. Deshalb wird kein Planet dauerhaft als „der 6.000. Exoplanet“ bezeichnet. Die Mitteilung beschrieb einen Meilenstein in einem dynamischen Katalog, keine feste Position.

Die NASA-Science-Seite zu Exoplaneten meldet mehr als 6.300 bestätigte Welten. Der Exoplanetenkatalog der Behörde versammelt bestätigte Objekte und wird fortlaufend aktualisiert. Die beiden Zahlen beziehen sich daher auf unterschiedliche Zeitpunkte der Zählung: Die 6.000 wurden im September 2025 verkündet, während die NASA-Science-Seite den späteren Gesamtstand angibt.

Drei Jahrzehnte Suche nach anderen Welten

Die Mitteilung von 2025 erfolgte dreißig Jahre nach der Identifizierung des ersten Planeten, der 1995 um einen sonnenähnlichen Stern entdeckt worden war. Zuvor hatte man einige Planeten um Sterne identifiziert, die ihren Brennstoff aufgebraucht hatten und kollabiert waren. Seitdem haben neue Nachweismethoden sowie Beobachtungen mit Weltraum- und Bodenteleskopen den bekannten Bestand erweitert.

Bei den 6.000 handelte es sich um bestätigte Planeten. Im selben Artikel erklärte die NASA, dass mehr als 8.000 weitere Kandidaten auf ihre Bestätigung warteten. Ein Kandidat ist ein Signal, das von einem Planeten verursacht sein könnte. Zur Überprüfung führen die Teams Folgebeobachtungen durch, mit denen sich andere mögliche Erklärungen bewerten lassen. Die NASA weist darauf hin, dass dieser Prozess in der Regel Nachbeobachtungen erfordert, oft mit einem anderen Teleskop, und Zeit in Anspruch nimmt.

Die Zählung wird vom NASA Exoplanet Science Institute (NExScI) betreut, das am IPAC angesiedelt ist. Das IPAC ist ein Zentrum für Forschung und Daten aus der Astrophysik und Planetenwissenschaft am California Institute of Technology (Caltech) in Pasadena. Die NASA veröffentlichte die Mitteilung am 17. September 2025 und erklärte, der Artikel sei am 22. September desselben Jahres aktualisiert worden.

Wie ferne Planeten nachgewiesen werden

Die meisten Exoplaneten lassen sich nur schwer direkt fotografieren: Ihr schwaches Licht geht im grellen Leuchten des Sterns unter, den sie umkreisen. In ihrem Artikel von 2025 erklärte die NASA, dass von weniger als 100 Exoplaneten direkte Bilder aufgenommen worden seien. Bei vielen anderen wird die Anwesenheit des Planeten aus den Auswirkungen abgeleitet, die er auf seinen Stern oder auf das Licht hat, das uns erreicht.

Eine indirekte Technik ist die Transitmethode. Zieht ein Planet aus unserer Perspektive vor seinem Stern vorbei, nimmt dessen scheinbare Helligkeit kurzzeitig ab. Astronomen können so ein Signal erkennen, das mit einem Planeten vereinbar ist; Folgebeobachtungen helfen festzustellen, ob es einem bestätigten Objekt entspricht.

Die Nachweismethoden haben sehr unterschiedliche Welten sichtbar gemacht. Die NASA beschreibt Gesteinsplaneten und Gasriesen, Planeten in engen Umlaufbahnen um ihre Sterne, Systeme mit zwei Sternen und Planeten um tote Sterne. Erwähnt werden auch frei umherziehende Welten, von Lava bedeckte Planeten und andere mit sehr geringer Dichte. Ein Vergleich ihrer Eigenschaften liefert Erkenntnisse über die Bedingungen, unter denen Planeten entstehen können, und über die Vielfalt der Planetensysteme.

Was der Vergleich von Planeten zeigt

Mit dem Katalog lässt sich untersuchen, wie die bekannten Planeten verteilt sind, und diese Population kann mit der des Sonnensystems verglichen werden. Die NASA merkt an, dass es in unserem System gleich viele Gesteinsplaneten wie Riesenplaneten gibt, während Gesteinsplaneten im Universum häufiger zu sein scheinen. Dieser Vergleich hilft dabei, Fragen zur Entstehung und Vielfalt von Planetensystemen zu entwickeln.

Die habitable Zone ist der Bereich um einen Stern, in dem unter bestimmten Bedingungen flüssiges Wasser auf der Oberfläche eines Planeten existieren könnte. Die NASA beschreibt außerdem die Suche nach erdähnlichen Gesteinsplaneten und die Untersuchung ihrer Atmosphären auf Biosignaturen: Merkmale, Elemente, Moleküle oder Substanzen, die als Beleg für vergangenes oder gegenwärtiges Leben dienen könnten.

Laut dem NASA-Artikel von 2025 hatte das James-Webb-Weltraumteleskop bereits die chemische Zusammensetzung von mehr als 100 Exoplanetenatmosphären untersucht. Die Behörde erklärt, dass die Erforschung der Atmosphären von Planeten mit erdähnlicher Größe und Temperatur Technologien erfordert, die das grelle Licht des Zentralsterns besser ausblenden können. Die Sonne ist laut diesem Artikel beispielsweise etwa 10 Milliarden Mal heller als die Erde.

Roman und kommende Beobachtungen

In ihrer Mitteilung von 2025 stellte die NASA das Nancy Grace Roman Space Telescope als künftige Mission vor. Die Behörde erwartet, dass es Tausende Exoplaneten vor allem mithilfe des Gravitationsmikrolinseneffekts entdeckt, bei dem die Wirkung der Schwerkraft auf Licht genutzt wird. Roman wird außerdem ein experimentelles Koronografeninstrument mitführen, um Technologien zu erproben, die einen Teil des Sternenlichts blockieren und schwach leuchtende Planeten sichtbar machen.

NASA Science berichtet, dass Roman am 30. August gestartet wurde und Anfang 2027 mit seiner wissenschaftlichen Arbeit beginnen soll. Die Mission wird zur Erforschung von Exoplaneten beitragen. Der Koronograf ist eine Technologiedemonstration: Nach der Prognose der NASA könnte er bei maximaler Leistung ein Planet direkt abbilden, der so groß und so warm wie Jupiter ist und sich in einer vergleichbaren Entfernung von einem Stern wie der Sonne befindet.

Die NASA arbeitet außerdem am Konzept des Habitable Worlds Observatory, einer Mission zur Entwicklung von Technologien für den Nachweis erdähnlicher Planeten. Nach Angaben der Behörde sind weitere Fortschritte bei Koronografen nötig, um einen Planeten wie unseren zu beobachten. Die Zählung bestätigter Exoplaneten bildet somit einen Bestand, der weiter wächst, während gegenwärtige und künftige Missionen die Beobachtungen dieser Welten und ihrer Systeme ausweiten.