Trägerrakete

H-IIA

Japanesisches zweistufiges Einweg-Trägersystem, betrieben von Mitsubishi Heavy Industries für JAXA von 2001 bis 2025.

Außer Dienst

Beschreibung

Überblick

Die H-IIA war ein zuverlässiges, großdimensioniertes Einweg-Trägersystem, das von der Japanischen Raumfahrtagentur (JAXA) entwickelt und ab 2007 kommerziell von Mitsubishi Heavy Industries (MHI) betrieben wurde. Sie trat 2001 als Hauptträgerrakete Japans in den Dienst und beendete ihre Operationen 2025.

Technische Spezifikationen

Das Fahrzeug ist 53 Meter lang und hat eine Startmasse von 289 Tonnen (ohne Nutzlast). Es nutzt kryogene Flüssigsauerstoff- und Flüssigwasserstoff-Antriebe für seine Hauptstufen und Feststoffraketen als Zusatzantrieb. Die Startkapazität variiert je nach Konfiguration: etwa 4 Tonnen zur geostationären Transferbahn (GTO) und 10 Tonnen zur erdnahen Umlaufbahn (LEO).

Operativer Verlauf

Die H-IIA führte 42 dokumentierte Flüge in der Hauptquelle von JAXA durch, mit einer bemerkenswerten Erfolgsquote. Ein Fehlschlag ereignete sich beim Flug F6 im Jahr 2003, was zur Zerstörung des Fahrzeugs per Bodenbefehl führte. Die Rakete startete bedeutende wissenschaftliche und kommerzielle Missionen, darunter die Sonde Hayabusa2, den Venusbeobachter Akatsuki und die Marsmission Hope der VAE.

Physikalische Größen

Messgröße
53 m
Durchmesser
4 m
Messgröße
285 t
Messgröße
10000 kg
Messgröße
4100 kg
Messgröße
5600 kN

Daten und Zeitleiste

Historisches Jahr
2001

Quellen und Referenzen

  1. GCAT launch vehicle catalogue — snapshot 2026-09-15 Jonathan McDowell GCAT
  2. H-IIA Launch Vehicle - Japan Aerospace Exploration Agency H-IIA Launch Vehicle - Japan Aerospace Exploration Agency