Wichtige Daten
- Die NASA veröffentlichte die Ankündigung am 28. September 2026.
- Albanien, Kroatien, Côte d’Ivoire und San Marino traten laut Behörde bei.
- Die NASA bezifferte die Gesamtzahl der teilnehmenden Länder auf 76.
- Die NASA verknüpft die Abkommen mit Verpflichtungen aus dem Weltraumvertrag, dem Registrierungsübereinkommen und dem Rettungs- und Rückführungsabkommen.
- Die NASA sagt, sie habe Unterzeichner eingeladen, mit wissenschaftlichen Nutzlasten und Technologiedemonstrationen zur Rückkehr zum Mond beizutragen; Beiträge der vier neuen Unterzeichner werden nicht genannt.
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Was bekannt gegeben wurde – und von wem
Am 28. September 2026 veröffentlichte die NASA eine Mitteilung mit dem Titel „NASA Celebrates as Artemis Accords Surpasses 75 Signatories“. Der Behörde zufolge traten Albanien, Kroatien, Côte d’Ivoire und San Marino der Gruppe bei, die nun 76 Länder umfasst. Die aktuelle Nachricht betrifft somit die Zunahme der Teilnehmerzahl, die die NASA den Artemis-Abkommen zurechnet. Die NASA gehört zu den Institutionen, die den Rahmen fördern. Ihre Mitteilung ist eine Primärquelle dafür, was die Behörde bekannt gegeben hat, aber keine unabhängige Bewertung der Umsetzung der Grundsätze.
Die Zahl 76 ist eine von der NASA gemeldete Zählung der Unterzeichnerstaaten und kein Maß für durchgeführte Missionen, Weltraumbudgets oder technologische Fähigkeiten. Die Überschrift spricht davon, dass die Abkommen mehr als 75 Unterzeichner haben; im Text der Ankündigung wird die Gesamtzahl mit 76 angegeben. Die verfügbaren Informationen nennen weder die einzelnen Beitrittsdaten noch Unterzeichnungszeremonien. Auch wird nicht erläutert, welche konkreten Aktivitäten die neuen Teilnehmer aufnehmen werden.
Was sind die Artemis-Abkommen?
Die Artemis-Abkommen sind ein von der NASA und den unterzeichnenden Ländern unterstützter Grundsatzrahmen. Laut der Informationsseite der Behörde bekräftigen sie das Bekenntnis der Unterzeichner zum Weltraumvertrag, zum Übereinkommen über die Registrierung von in den Weltraum gestarteten Gegenständen und zum Abkommen über die Rettung von Raumfahrern, ihre Rückführung und die Rückgabe von in den Weltraum gestarteten Gegenständen. Diese internationalen Instrumente bilden den rechtlichen und diplomatischen Kontext, auf den die NASA bei ihrer Beschreibung der Abkommen verweist.
Diese Einordnung macht die allgemeine Bedeutung der Nachricht verständlich: Ein Beitritt bedeutet, Teil einer Gruppe zu werden, die gemeinsame Grundsätze unterstützt. Nach den verfügbaren Belegen heißt das nicht, dass ein Land einer bestimmten Mission beigetreten ist, Astronauten entsandt oder einen Termin für eine Mondaktivität festgelegt hat. Das bereitgestellte Material enthält auch nicht die vollständigen Texte der Verpflichtungen oder eine Analyse ihrer praktischen Umsetzung. Die institutionelle Darstellung der NASA findet sich auf ihrer Seite zu den Artemis-Abkommen.
Der Bezug zum Mondprogramm Artemis
Der Name der Abkommen verweist auf Artemis, das NASA-Programm zur Rückkehr von Menschen zum Mond. Als praktische Verbindung nennt die Behörde, dass sie die Unterzeichnerstaaten eingeladen hat, sich mit wissenschaftlichen Nutzlasten und Technologiedemonstrationen an dieser Rückkehr zu beteiligen. Eine Einladung eröffnet eine mögliche Zusammenarbeit. Sie bestätigt aber weder, dass alle Unterzeichner Instrumente, Technologie oder Personal beisteuern werden, noch dass die vier zuletzt hinzugekommenen Länder einen konkreten Beitrag vereinbart haben.
Daher ist es sinnvoll, drei Schritte auseinanderzuhalten: Grundsätze unterstützen, zu einer Zusammenarbeit eingeladen werden und tatsächlich an einer Mission teilnehmen. Die Ankündigung der 76 Unterzeichner betrifft den ersten Schritt. Die NASA beschreibt eine Möglichkeit des zweiten. Die vorliegenden Quellen nennen keine neuen Missionen und keine konkreten Beiträge im Zusammenhang mit dem Beitritt Albaniens, Kroatiens, Côte d’Ivoires oder San Marinos.
Wie sich das Wachstum einordnen lässt
Die angekündigte Gesamtzahl liegt über früheren Angaben in den offiziellen Seiten, die zu den Quellen gehören. Eine Seite des US-Außenministeriums nannte für Dezember 2024 insgesamt 52 Unterzeichner. Diese Zahl bezieht sich auf einen anderen Stichtag und stammt aus einer gesonderten offiziellen Mitteilung. Sie dient als Hintergrund, ist aber weder eine vollständige statistische Zeitreihe noch eine unabhängige Überprüfung der Zahl für 2026. Die aktuelle Angabe von 76 stammt aus der NASA-Mitteilung vom 28. September 2026.
Auf einer Seite zum fünften Jahrestag der Abkommen teilte die NASA außerdem mit, sie habe sich verpflichtet, 2026 einen Workshop für Unterzeichner zu Transparenz und Datenaustausch auszurichten. Das liefert Kontext zu einer angekündigten Initiative, belegt aber nicht, dass der Workshop bereits stattgefunden hat oder welche Ergebnisse er erbracht hat. Die Information steht auf der NASA-Seite zum fünften Jahrestag.
Was bekannt ist – und was offenbleibt
Die durch die verfügbaren Quellen belegbaren Informationen sind begrenzt: Die NASA meldete vier neue Beitritte und insgesamt 76 Länder; ihre Informationsseite sagt, die Abkommen bekräftigten Verpflichtungen im Zusammenhang mit drei internationalen Verträgen oder Instrumenten; und die Behörde nennt mögliche Wege der Zusammenarbeit im Mondprogramm. Das Material enthält keine Einzelheiten zu den Beitrittsverfahren der Länder, zur rechtlichen Reichweite der Verpflichtungen, zu Kontrollmechanismen, nationalen Plänen oder bereits vereinbarten Aktivitäten der neuen Unterzeichner.
Die Zahl zeigt, dass eine große Gruppe von Ländern in diesem Rahmen zusammenkommt. Die Zahl der Beitritte allein misst jedoch weder die Einhaltung der Grundsätze noch die Wirkung der Abkommen auf die Weltraumforschung. Die vorsichtige Schlussfolgerung lautet, dass die Ankündigung die diplomatische Beteiligung an den von der NASA geförderten Grundsätzen erweitert. Ob daraus konkrete Zusammenarbeit entsteht, lässt sich erst anhand späterer Informationen zu Projekten oder Missionen beurteilen; die Mitteilung enthält solche Angaben nicht.
Institutionelle Quellen: NASA-Mitteilung vom 28. September 2026; Darstellung der Abkommen durch die NASA; und der Verweis des US-Außenministeriums auf Dezember 2024.